“angestarrt” – R. Sheldrake’s 4tes Experiment

 

Unsere Sehnsucht nach dem Unmöglichen

Unsere Faszination von Ereigniszusammenhängen, die nicht den Gesetzen von Raum, Zeit, Kausalität der materiellen Welt entsprechen.

 

 

 

 

 
Stellen Sie sich vor, Sie liegen auf einer Bergwiese in der Sonne, entspannt und mit der Welt in Frieden. Plötzlich hören Sie einen Hilfeschrei – und Ihr Empfinden und Ihre Umwelt verändern sich augenblicklich.

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Das “Holländische Bad”

Endlich ist die Salzsäure geliefert worden und ich kann mich daran machen, das “Holländische Bad” zu mischen. Es handelt sich um eine nicht ungefährliche Verbindung von Kaliumchromat, Salzsäure (30 %) und Wasser. Die Vorteile: es ätzt weit feiner als Eisenchlorid, ist im Gegensatz zu Letzterem klar, was eine Beobachtung der Ätzung erlaubt, und schließlich nicht so eine Schweinerei wie das Eisenchlorid, das auf Allem Flecken hinterlässt.

Offset in Kalkutta – 1998

 

Peter Th. Mayer
Einladung
Offset-Druck / Offset print
80 x 60 cm
1998

 

 

 

 

 

Während meines ersten Aufenthaltes in Kalkutta schlenderte ich eines frühen Nachmittags durch die Gegend nördlich der Villa der berühmten Tagore-Familie.
Ganz im Gegensatz zu dem in Rot lackiertem hochgeschossigen Prachtbau – der nun die Kunsthochschule der Stadt beherbergt – ducken sich die Stadtteile dahinter ganz niedrig und tun so, als existierten sie gar nicht. In der Tat sind Jorasanko und die umliegenden Stadtteile inzwischen mehr oder weniger unter Denkmalschutz gestellt, das ändert aber gar nichts an der Situation der Gewerbeteibenden dort, so pittoresk sie auch sein mögen: ihr Auskommen ist erbärmlich.

 

 

 

Daniel Hopfer – Erfinder der Ätzradierung

„Die Schlacht von Thérouanne,“ ca. 1493

Es gilt inzwischen als sicher, dass dies die erste je angefertigte Ätzradierung ist. Mit voll ausgeschriebenem Namen von Daniel Hopfer signiert, muß er als der Erfinder dieser bahnbrechenden Neuerung der Tiefdrucktechnik gelten. Noch ist die Zeichnung eher grobschlächtig, aber in kurzer Zeit gelangt Hopfer zu erstaunlicher Finesse.
Dieser Artikel ist ihm in Verehrung gewidmet.

 

 

Augsburg, 12. April 1493

Daniel Hopfer, 23, erkauft sich mit vier Gulden den Eintritt in das reichsstädtische Augsburg. Hopfer stammt aus einer Malerfamilie aus Kaufbeuren, einer weiteren prosperierenden Reichsstadt, südlich seiner neuen Heimat. Er hat neben der Malerei auch Erfahrung als Waffenschmied und Waffenätzer (Augsburg ist großer Waffenexporteur) und will nun seine eigene Werkstatt in der „Kaiserstadt“ eröffnen.

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