Ein Radier-Skandal in den Zeiten des Internet – von Leona Christie

Ben Beres
Mamelles
Radierung / Chine collé
24 x 36 cm
2012

     

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Die sozialen Medien verstärken selbst die leiseste Form der Kunst, wie die neueste Geschichte der „Mamelles“ (Französisch für „Titten“) es zeigt. Eine Kontroverse ist entstanden über eine Radierung, die freie Meinungsäußerung den Rechten derer, die sich von seiner Veröffentlichung angegriffen fühlten, entgegensetzt. Dieser zeitgenössische Radier-Skandal offenbart die immer noch große Kraft des Grafischen, sowohl auf der visuellen als auch auf der expliziten, der ausdrücklichen Ebene, und weitet das Konzept des „Viralen“ auf die Druckgrafik aus, deren Natur es von jeher war, vervielfältigt zu werden und in Umlauf zu kommen.

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“Floating World”

Raphael Fodde und ich trafen einander 1996 in Manhattan im Workshop von Robert Blackburn. Das war in der 17ten Straße West, in Chelsea, gegenüber des “Splash“, ganz in der Nähe meines Fechtclubs und jener verrauchten Eckkneipe an der 8ten Avenue, in der ich meinen polnischen Coach Marek nach einem gelungenen Florett-Duell auf ein Bayerisches Hefeweizen einlud “um die Elektrolyten aufzufrischen”.

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