Stephen College oder: A Ra-ree Show / Fluch oider Seigen?

 

 

 

 

Nur selten bedeuten Drucke den Tod ihrer Erschaffer. Dieser hier (s.o.) abgebildete Druck jedoch tat es, wurde zum Todesurteils seines Erzeugers. Hier wird jetzt gleich die Geschichte dieser Schweinerei aufgedeckt, die Verantwortlichen werden angesprochen, Gerechtigkeit wird  – wie üblich – ertailt. Eine Streitschrift der Red.

Der Fall Stephen College: britischer, kritischer Zeitgenosse, Beobachter und Teilnehmer der üblichen Amusements einer Großstadt (London, der wohl weltumspannnensten Stadt Europas, ja dieses Planeten, damals) und, so sagt man, gewiefter Geschäftsmensch,

 

kurz: ein Voyeur – ist typisch für die moralische Verkommenheit heterosexueller Individuen. Politischer Aktivist (“protestant joiner”), wurde College 1681 wegen Hochverrats gegen Karl II. von England angeklagt, verurteilt, erhängt, gevierteilt. Seine Reste schmiss man in den Fluss.

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Männer mit Eigenschaften

Hervorgehoben

 

 

 

 

 

 

Es sind stets „Männer mit Eigenschaften,“ wahre Individualisten, freiheitlich, grenz-überschreitend denkende Menschen, die mich faszinieren und mit deren Schaffen und Schicksal ich mich in meinem Werk intensiv auseinandersetze. Bronislaw Malinowski, Rupert Sheldrake, Rabindranath Tagore, Giordano Bruno, Raphael, Constantínos Caváfis, Georges Bataille oder Karl der Kühne von Burgund sind ein paar der Themengeber meiner künstlerischen Arbeiten.

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Men with qualities (engl.)

 

 

 

 

 

 

It is always “men with qualities“, true individualists, liberally and transboundary thinking people that fascinate me.
Their accomplishments and destinies are dealt with in my creative process and my work. Bronislaw Malinowski, Rupert Sheldrake, Rabindranath Tagore, Giordano Bruno, Raphael, Constantínos Cavafis, Georges Bataille or Charles the Bold of Burgundy and similar characters inspire the themes of my artistic activity.

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Constantínos Cavafís

Cavafís, dieser zutiefst Griechische Dichter, hat nie in Griechenland gelebt. Es war in Alexandria, der kosmopolitischen, herunter-gekommenen, hybriden Metropole, diesem nervösen und exotischen und exaltierten Stückwerk levantinischer Kultur, in der er – der „alte Stadtdichter“ (Marguerite Yourcenar) – zu Ruhm gelangen sollte.
Sein Werk ist ein „entschieden frauenabgewandtes“ (ibid.), geprägt von lebenslangem Wanken zwischen Lust und Askese und dem Ausdruck seines Konzeptes einer „Kunst für den Künstler“, der sein Werk bewusst nur für sich alleine schafft.

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“angestarrt” – R. Sheldrake’s 4tes Experiment

 

Unsere Sehnsucht nach dem Unmöglichen

Unsere Faszination von Ereigniszusammenhängen, die nicht den Gesetzen von Raum, Zeit, Kausalität der materiellen Welt entsprechen.

 

 

 

 

 
Stellen Sie sich vor, Sie liegen auf einer Bergwiese in der Sonne, entspannt und mit der Welt in Frieden. Plötzlich hören Sie einen Hilfeschrei – und Ihr Empfinden und Ihre Umwelt verändern sich augenblicklich.

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Daniel Hopfer – Erfinder der Ätzradierung

„Die Schlacht von Thérouanne,“ ca. 1493

Es gilt inzwischen als sicher, dass dies die erste je angefertigte Ätzradierung ist. Mit voll ausgeschriebenem Namen von Daniel Hopfer signiert, muß er als der Erfinder dieser bahnbrechenden Neuerung der Tiefdrucktechnik gelten. Noch ist die Zeichnung eher grobschlächtig, aber in kurzer Zeit gelangt Hopfer zu erstaunlicher Finesse.
Dieser Artikel ist ihm in Verehrung gewidmet.

 

 

Augsburg, 12. April 1493

Daniel Hopfer, 23, erkauft sich mit vier Gulden den Eintritt in das reichsstädtische Augsburg. Hopfer stammt aus einer Malerfamilie aus Kaufbeuren, einer weiteren prosperierenden Reichsstadt, südlich seiner neuen Heimat. Er hat neben der Malerei auch Erfahrung als Waffenschmied und Waffenätzer (Augsburg ist großer Waffenexporteur) und will nun seine eigene Werkstatt in der „Kaiserstadt“ eröffnen.

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„Die Krone” oder: Karl der Kühne von Burgund

 

Nancy,  5. Januar 1477

Karl der Kühne, Herzog von Burgund, 44, stirbt nach heftigem und blutigem Gefecht in der Schlacht bei Nancy. Quellen zufolge stürzt er sich, angesichts des für ihn und seine Armee verlorenen Kampfes, freiwillig in den Tod. So endet nicht nur sein Traum von Königtum, sondern auch die Existenz seines herrlichen Besitzes: das Herzogtum Burgund.

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