„arse moriendi“ oder: die Kunst zu Sterben

Das Portfolio-Heft „arse moriendi I“, bestehend aus insgesamt 6 Heliogravür-Drucken, dem Buchdruck der Gedichte sowie einem Schutzumschlag, erscheint in einer Auflage von 30 signierten und nummerierten Exemplaren.

 

 

Die Heliogravüren der Serie “arse moriendi” stellen außergewöhnliche Bühnenbilder dar, so genannte tableaux vivants (“lebendige Bilder”), deren Ursprung aus der Zeit des Übergangs von Mittelalter zu Neuzeit stammt. Verorten lässt sich dieses faszinierende Kulturphänomen an den Burgundischen Hof des Fürsten Karl dem Kühnen (1433 – 1477), einem der reichsten und schillernsten Herrscher Europas. Man pflegte dort bei den üblicherweise stundenlangen Banketten häufig d´un mets à un autre mets – „zwischen den Gängen“ – zur allgemeinen Erbauung kunstvolle, mechanisch bewegte Bilder darzubieten, entremets genannt, in denen die Vergänglichkeit und die Idee des Sterbens zentrales Thema waren. Diese memento mori illustrieren ein Verhältnis zum Tod, das – noch – ein Spielerisches, Natürliches war.

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