Kunst und Kitsch: Achtung, sehr süß!

„Damit aber die Kunst nicht nur Gefühlssache ist, sondern auch begriffen und durchdrungen werden kann, muss ein Kunstwerk beides können: Affekte ermöglichen und sich vor beliebiger Affektproduktion hüten. Das Impulsive, rein Assoziative, muss einholbar bleiben von der Reflexion. Nur kitschige Kunst ist selbstgenügsam, in ihr wohnt kein Zweifel. Und damit erweist sie sich auf perfide Art als selbstzerstörerisch.”
(Autor/Autorin nicht benannt)

http://www.zeit.de/2012/43/Koons-Richter-Hundertwasser-Kunst-Kitsch

Constantínos Cavafís

Cavafís, dieser zutiefst Griechische Dichter, hat nie in Griechenland gelebt. Es war in Alexandria, der kosmopolitischen, herunter-gekommenen, hybriden Metropole, diesem nervösen und exotischen und exaltierten Stückwerk levantinischer Kultur, in der er – der „alte Stadtdichter“ (Marguerite Yourcenar) – zu Ruhm gelangen sollte.
Sein Werk ist ein „entschieden frauenabgewandtes“ (ibid.), geprägt von lebenslangem Wanken zwischen Lust und Askese und dem Ausdruck seines Konzeptes einer „Kunst für den Künstler“, der sein Werk bewusst nur für sich alleine schafft.

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